Wenn ein Traum zum Albtraum wird

Zur Zeit gibt es viele Menschen, die ihr Geld auf sichere Weise anlegen und zu diesem Zweck eine Wohnung oder ein Haus kaufen wollen. Grundsätzlich ist der Erwerb einer Immobilie eine gute Möglichkeit, Vermögen langfristig anzulegen. Aber manchmal erweist sich diese sichere Sache als ein Fass ohne Boden, als reine Geldverschwendung, oder schlimmer noch, sogar als Geldvernichtung.

Eigentumswohnungen unterliegen immer dem Gemeinschaftsrecht der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), ohne deren Zustimmung in der Regel nichts Grundlegendes verändert werden kann. Vereinfacht kann man sagen, dass der Erwerber einer Eigentumswohnung nur das Recht auf Nutzung des Wohnraumes und eine Mitsprache bei Gemeinschaftsentscheidungen erwirbt. Das kann dann problematisch werden, wenn sich herausstellt, dass an der gekauften Wohnung ein Mangel vorliegt.

In Keller- oder Souterrainräumen gibt es häufig Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel an erdberührten Wandflächen, deren Ursachenbehebung aufwendige Abdichtungsarbeiten oder die Installation einer Klimaanlage erfordern würde.
Konny Großmann, Baubiologin aus Uelzen dazu: „Auch in Erdgeschoßwohnungen älteren Baujahres kann es vorkommen, dass aufsteigende Feuchte aus dem Erdreich in das Mauerwerk dringt und für Schimmelbefall innerhalb der Wohnung sorgt. Und in Wohnungen unter dem Dach entwickelt sich oft ein Schimmelbefall in den Deckenkanten zu unbeheizten Dachflächen oder wegen Wärmebrückeneffekten an ungedämmten Bauteilen des Daches. Auch hier würden eine Lüftungsanlage oder großflächige Dämmmaßnahmen für Abhilfe sorgen.“

Die fachgerechte Sanierung und ggf. der Einbau einer Horizontalsperre fallen dann aber auch wieder in den Zuständigkeitsbereich der WEG und unterbleiben somit meist.
Denn alle Baumaßnahmen am Gemeinschaftseigentum müssen von der WEG bezahlt und vorher genehmigt werden. Da aber meist nur eine Minderheit von Eigentümern betroffen ist, werden solch kostenträchtige Sanierungen von den WEG-Versammlungen in der Regel abgelehnt.

Beim Kauf von Häusern treten oft ähnliche Umstände auf. Hier hat man als Käufer zwar die alleinige Verantwortung, aber oft hat man sein ganzes Geld für den Erwerb des Gebäudes verbraucht. Wenn dann nach Vertragsunterzeichnung Schäden bemerkt werden, ist es oft zu spät.
Großmann: „Da gibt es feuchte Wände, die durch Vorwandkonstruktionen verdeckt sind oder verfaulte Balkenköpfe wegen unsachgemäß angebrachter Innendämmungen. Es finden sich Schimmelbefall unter Bodenbelägen aus Grobspanplatten oder PVC und Feuchteschäden wegen falschen Einbaus von Dampfsperren.“
Die Baubiologin weiß aus Erfahrung: „Viele Käufer unterschätzen auch die Schäden am Dachgebälk durch Insektenbefall oder die für den Laien meist unsichtbaren Folgeschäden aufgrund einer falschen Sanierung einer Wasserleitungsleckage.“

Oft tauchen Probleme auch erst dann auf, wenn man beginnt, das Haus zu renovieren: Man findet Materialien aus Asbest oder Krebs erregenden Mineralfasermatten. Verdeckte Feuchteschäden, Korossionen oder Baufehler treten zu Tage, Hölzer mit giftigen Schutzanstrichen kommen ans Licht usw.Im „besten Fall“ hat man nur ein Geruchsproblem in einem alten Fertighaus.

Um solche Schäden zu beheben, benötigt man oft erhebliche finanzielle Mittel, über die man aber meist nicht mehr verfügt, man hat ja gerade erst eine große Ausgabe getätigt.
Manchmal muss man sogar einen Totalverlust hinnehmen: Der Abriss des geschädigten Hauses und ein Neubau ist oft billiger und besser als eine zeitraubende Sanierung. Schlecht ist es immer, wenn man seine Mietwohnung schon gekündigt hat und dann keine andere Wahl hat, als auf einer Baustelle oder schlimmstenfalls in einer Bauruine zu wohnen.

Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, ist es ratsam, bei einem Immobilienkauf einen Experten für Bauschäden vor dem Vertragsabschluss zu konsultieren und eine Begutachtung des Objektes zu beauftragen.
Die Baubiologen und Schimmelsachverständigen von BIOLYSA e.V. haben langjährige Erfahrung beim Aufspüren und Erkennen von versteckten Schäden, problematischen Konstruktionen und möglichen Wohngiftproblemen.
Großmann rät zu einer wohl überlegen Strategie angesichts einer für die meisten Menschen recht hohen und selten vorkommenden Geldausgabe beim Erwerb einer Immobilie: „Die relativ geringen Kosten für eine ausführliche Begutachtung eines Kaufobjektes und eine sorgfältige Einschätzung der notwendigen Sanierungsaufwendungen durch einen Baubiologen sind gut angelegtes Geld. So kann man vermeiden, dass der Traum von den eigenen vier Wänden zum Alptraum einer unendlichen oder sämtliche Finanzreserven aufzehrenden Sanierung wird!“

Die Baubiologen von BIOLYSA e.V. können sämtliche Schadstoffmessungen durchführen und sind zumeist auch Schimmelsachverständige. Ebenso werden Hinweise auf ander Störungen der späteren Nutzung gegeben und auf Wunsch untersucht. Sie sind deutschlandweit tätig, kennen alle kritischen Sachverhalte und mögliche Vermeidungsmaßnahmen bei baubiologischen Belastungen jeglicher Art.

Die Beratungsstellen sind gute Adressen für kostenlosen telefonischen Rat und bei Bedarf auch Begutachtungen, die dann allerdings kostenpflichtig sind. http://www.biolysa.de
Baubiologie Plauen – Rüdiger Weis

Advertisements

Magnet-Anstriche – wirklich „sehr gut“?

Manche Neuerungen im Farbenmarkt sind bei weitem nicht so gut, wie sie oft bewertet werden. So kann man im Ökotest Heft 8 vom August 2013 ein „sehr gut“ für eine Magnet-Farbe finden.

Wenn man „nur“ die Farbe an sich betrachtet, kann man dieses Urteil vielleicht noch nachvollziehen.  Jedoch verändert sich diese Beurteilung, wenn man sich dieser Farbe im gestrichenem und funktionellen Zustand als „PIN-Wand“ nähert.

Der Baubiologe Wolfgang Maes, Neuss, beschreibt die Störungen des natürlichen Erdmagnetfeldes durch magnetisierte Wandanstriche in der Zeitschrift Wohnen und Gesundheit 9/2014 Nr. 152 auf den Seiten 34 ff sehr eindrucksvoll.

Zitat:

„Die Feldauswirkungen betragen oft zehn bis dreißig, vierzig, fünfzig Zentimeter, manchmal mehr, je nach Situation. Ein vorsorglicher Abstand von einem Meter zu Betten und anderen empfindlichen Aufenthaltsbereichen dürfte in den meisten Fällen auch aus kritischer Sicht reichen. Das gilt auch, wenn sich der Anstrich auf der anderen Seite der Wand befindet, solche Felder gehen durch Wände ungehindert durch.“

Magnet-Anstriche wirklich „sehr gut“?

Wir werden im praktischen Messalltag immer mal wieder mit solchen Magnetanstrichen verschiedener Hersteller konfrontiert und wundern uns über die Heftigkeit der in die nähere Umgebung einwirkenden technischen Magnetfelder, besonders auch seitens der daran anhaftenden Magnete. Da bleibt das natürliche Erdmagnetfeld außen vor, es wird überlagert, verändert, abgelenkt, verzerrt, und selbst einfache Kompassnadeln wackeln im Einfluss der künstlichen Felder hin und her, drehen sich sogar um die eigene Achse. Das ist eine massive Störung der natürlichen Lebensgrundlage. Wenn dann das Bett (noch schlimmer: das Kinderbettchen) direkt an einer solchen hiermit gestrichenen Wand mit allen darauf „klebenden“ Magneten steht, ist die Belastung besonders hoch. (…)

Zitat Ende

Erdmagnetfelder sollte man niemals stören, weder im Schlafbereich, noch im Bereich des Arbeitsplatzes, also warum dann überhaupt eine solche Farbe einsetzen?

Eine PIN-Wand aus Kork hilft bestimmt auch zur Organisation der Infozettel und stört vor allem niemanden.

Die Vollversion dieses Artikels sowie weitere Artikel rund um das gesunde Bauen und Wohnen finden Sie in unserer Zeitschrift “Wohnung + Gesundheit” Nr. 152.

Gute Zeit!

Rüdiger Weis – Baubiologie Plauen

Trinkwasser – Ökotest aktuell

Obwohl immer wieder Arzneimittelrückstände im Trinkwasser gefunden werden, sind regelmäßige Analysen nicht gesetzlich vorgeschrieben. ÖKO-TEST hat nun Trinkwasser aus 69 deutschen Städten auf Gadolinium untersuchen lassen, das über MRT-Kontrastmittel in die Umwelt gelangt – und wurde vielerorts fündig.

Wer Schmerzen hat, ist für ein Schmerzmittel dankbar. Liegen die Blutfettwerte außerhalb des Normbereichs, gibts auf Rezept Lipidsenker. In der Radiologie werden jodhaltige Röntgenkontrastmittel gespritzt, wenn die Blutgefäße sichtbar gemacht werden sollen.

Das funktioniert im Großen und Ganzen gut. Nur: Nachdem die Arzneistoffe ihr Werk verrichtet haben, verschwinden sie nicht einfach, sondern gehen auf große Reise und kommen irgendwann – wenn auch in stark verdünnter Form – wieder beim Verbraucher aus dem Wasserhahn. „Im Trinkwasser liegt nach dem Stand der Literaturauswertung für 23 Wirkstoffe und Metaboliten mindestens ein Positivbefund vor“, heißt es in der 2011 vom Umweltbundesamt (UBA) herausgegebenen „Zusammenstellung von Monitoringdaten zu Umweltkonzentrationen von Arzneimitteln“, welche vom IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser erarbeitet wurde. Genannt werden Schmerzmittel wie Naproxen, Röntgenkontrastmittel, Lipidsenker wie Clofibrinsäure und ihre Stoffwechselprodukte.

Lesen Sie den ganzen Artikel: Ökotest

Wir empfehlen deshalb einen Wasserfilter im Haushalt für das Trinkwasser zu verwenden, um diese Belastungen weiter zu reduzieren.

Mein Favorit ist das Alvito-Aktivkohle-Membranfilter-System.
Möchten Sie mehr Informationen, so mailen Sie mir oder rufen einfach mal an.
Baubiologie Plauen – Rüdiger Weis